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Di, 20. Oktober, 2020
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Party-Rückblick: “Indian Night 6” in Frankfurt

Frankfurt/Main, 16.11.02. Zum sechsten Mal lud der Veranstalter Sandhikta zur Indian Night. Wieder einmal pilgerten die Massen gen Frankfurt, um sich auch dieses Jahr das das mit über tausend Besuchern größte Ereignis der indischen Partyszene in Deutschland nicht entgehen zu lassen. Der Ansturm war so groß, dass ab ca. 23:30 h nur sehr langsam bzw. vereinzelt Einlass in das KOZ (Kommunikationszentrum der Uni Frankfurt) gewährt wurde und viele Partygäste mehr als zwei Stunden “vor den Toren” standen. MMM und Assma haben die Party besucht und berichten.

Dies trübte bei einigen verständlicherweise die Stimmung, aber auf der Tanzfläche war der Frust auch schnell wieder verflogen, denn hatte man es jedoch erst nach innen geschafft, wurde man mit traditionell angenehmen Partyflair belohnt. Die Tanzfläche war stark, aber nicht unangenehm bevölkert und die bekannt bewährten Klänge – die Palette reichte von Nu Asian Dance, Hindi-Remixes, Bhangra, RnB bis hin zu deutschem Hip-Hop – animierten zu ausgelassenem Feiern. Im Vorraum zur eigentlichen Halle war ungezwungenes Abhängen, Plaudern und Getränkekonsum angesagt. Das Personal an der Bar, an der neben Getränke auch Snacks angeboten wurden, war nicht nur schnell und professionell, sondern auch außerordentlich nett, zuvorkommend und trug so zur allgemein positiven Stimmung bei. Sowohl Eintritt (5,- Euro), als auch die Getränke- und Snackpreise (Kuchen und Samosas) waren durchaus fair.

Im weiteren Verlauf der Nacht hieß es Vorhang auf für das Bühnenprogramm. Zunächst gab sich das Deutschrap-Duo “Dreckskind & Pechvogel” alle Mühe die Menge vor dem Sandhikta Auftritt anzuheizen, blieb aber trotz guter Darbietung leider erfolglos. Das Publikum ließ sich nicht dazu erweichen Stimmung zu machen, sondern wartete teilnahmslos auf den indischen Auftritt. Dieser folgte dann auch und wurde mit stürmischem Applaus begrüßt. Die Tanzdarbietung zu einem Medley mehrerer Bollywoodlieder war gelungen und verfehlte den gewünschten Effekt nicht die Gäste zu begeistern. Die Choreographie beinhaltete sowohl geschlechterspezifische Tanzelemente als auch Paartänze in Formation, die sicherlich zu den Höhepunkten der Veranstaltung zählten. Einzig die Moderation der Bühnenauftritte wirkte gestresst und war vermutlich durch die Vorbereitungen verhältnismäßig angespannt.

Getrübt wurde die Indian Night 6 insbesondere durch einige gewalttätige Ausschreitungen zwischen Gästen, die – wie so oft bei indischen Parties – ihre Auseinandersetzungen nur durch die Faust oder gar Flaschenwurf-Aktionen auszutragen vermochten. Wie allgemein bekannt ist, gibt es diese kleineren bis mittleren Schlägereien auf fast jeder Desi Party. Berücksichtigt man hier also die außerordentliche Größe der Veranstaltung, reduziert sich das Ausmaß der Zwischenfälle auf einen “normalen” Prozentsatz.

Resümierend war die Indian Night wieder einmal ein Erfolg. Innovationen suchte man vergeblich, hatte sie allerdings auch nicht erwartet. Sicher liefen mehr indische Lieder als englische bzw. deutsche, aber nicht umsonst hatte Sandhikta diese Party ‘Indian Night’ getauft und ist diesem Motto auch in diesem Jahr treu geblieben. Ein bunter Tummelplatz für die südasiatische Community, die vor allem sich selbst feiert. Lohnenswert für diejenigen, die alte Bekannte wiedertreffen, neue kennenlernen oder mit bereits bestehenden einfach abfeiern möchten. Klassisch, daher nichts außergewöhnliches, aber trotzdem immer wieder gut. Verbesserungsvorschläge: der Veranstaltungsort sollte in Zukunft den Anforderungen (vor allem den erhöhten Besucherzahlen) angepasst werden. Im Zuge dessen ist eine Aufstockung der Sicherheitskräfte notwendig, um den Störenfrieden schneller und effektiver Herr zu werden.

In diesem Sinne: nach der Party ist vor der Party. Weiter so und bis nächstes Jahr!!!

Die folgenden Fotos werden mit freundlicher Genehmigung der Sandhikta-Gruppe publiziert. Nutzung durch Dritte ist generell nur mit ausdrücklicher Genehmigung gestattet.

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