Bhopal: Die Macht der Namen

Die Debatte um die Barkatullah University in Bhopal zeigt, dass Umbenennungen in Indien längst nicht mehr bloße Verwaltungsakte sind. Sie sind politische Aussagen darüber, welche Vergangenheit sichtbar bleiben soll, welche historischen Persönlichkeiten öffentliche Anerkennung erhalten und wie kulturelle Identität im öffentlichen Raum dargestellt wird.

Wege zur zirkulären Abwasserwirtschaft

Kreislaufwirtschaft statt bürokratischer Blockaden: Das 15. Hanseatic India Colloquium zeigt, wie Vertrauen, lokale Netzwerke und gezielter Wissenstransfer den indischen Abwassersektor revolutionieren. Abseits grauer Theorie bewiesen Akteure von Hamburg Invest bis Viva con Agua, dass echter Wandel vor Ort durch persönliche Beziehungen und nicht durch Paragraphen gelingt.

Unternehmen setzen weiter auf Indien – Erwartungen an Freihandelsabkommen hoch

Die wirtschaftliche Bedeutung Indiens für deutsche Unternehmen nimmt weiter zu. Das geht aus dem „German-Indian Business Outlook 2026“ hervor, einer gemeinsamen Umfrage der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und der Deutsch-Indischen Handelskammer (AHK Indien). Ein genauer Blick.

Punnams Reisenotizen

Zwischen Kerala und Deutschland: Jose Punnamparambil erzählt von 90 Jahren Leben zwischen zwei Kulturen. Eine bewegende Reise von den Reisfeldern Südindiens über die Straßen Bombays bis in die Bundesrepublik – geprägt von Mut, Bildung und kulturellen Begegnungen.

Zwischen Erklärung und Deutungshoheit: Solheims Indien-Narrativ im Kontext

Ex-Diplomat Erik Solheim erklärt uns Indien – oder schreibt es sich gleich selbst neu: zwischen Analyse, politischem Deutungsanspruch und einem gefährlich glatten Narrativ. Ein Kommentar.

20 Jahre Literaturforum Indien

Anlässlich seines 20-jährigen Bestehens veranstaltet das Literaturforum Indien e.V. gemeinsam mit dem Seminar für Indologie und Tibetologie sowie dem Centre for Modern Indian Studies (CeMIS) der Universität Göttingen am 5. Juni 2026 eine Sondertagung unter dem Titel „Südasien im Spiegel seiner Literaturen“.

„Aakhri Sawal“: Dialogversuch oder RSS-Apologie?

„Aakhri Sawal“ präsentiert sich als Einladung zum Dialog über die RSS und ihre umstrittene Rolle in der indischen Geschichte. Doch gelingt dem Film tatsächlich eine ausgewogene Auseinandersetzung – oder bestätigt er am Ende vor allem die Sichtweise seiner Protagonisten?

„Das Schwarze Loch von Kalkutta“: Wie Narrative entstehen

Das sogenannte „Schwarze Loch von Kalkutta“ gehört zu den bekanntesten Ereignissen der frühen britischen Präsenz in Indien. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht vom 20. auf den 21. Juni 1756 nach der Einnahme von Fort William in Kalkutta durch die Truppen des Nawabs von Bengalen, Siraj-ud-Daulah. Die Umstände der Gefangenschaft und die Zahl der Todesopfer sind bis heute Gegenstand historischer Debatten.

Part 2: The workplace collision – where „Jugaad“ meets German process

Part 2/2 of the "Indo-German reality check": Technical brilliance alone does not guarantee success when two distinct corporate worlds collide. Pragyasree Bhowmick explores the unwritten rules of professional friction between Indian agility and German structural rigidity.

Der Kaiser und der Asket: Wie Mogulkaiser Jahangir versuchte, Vedanta und Islam zu verschmelzen

Abseits moderner Klischees und politischer Debatten: Ein faszinierender Blick auf die Epoche der Moguln und den erstaunlich tiefgründigen, interreligiösen Austausch im alten Indien.

30 Jahre DIZ: „Indien war für mich nie einfach nur ein Projektland“

Seit drei Jahrzehnten engagiert sich die Deutsch-Indische Zusammenarbeit (DIZ) für nachhaltige Entwicklungsprojekte, interkulturellen Austausch und zivilgesellschaftliche Partnerschaften zwischen Deutschland und Indien. Im Gespräch mit Dr. Jona Aravind Dohrmann, Geschäftsführer der DIZ, geht es um die Anfänge der Organisation, persönliche Erfahrungen in Indien, die Entwicklung der deutsch-indischen Zusammenarbeit – und die Frage, warum langfristige Beziehungen und gegenseitiges Lernen heute wichtiger sind denn je.

Amrita Cheema: „Der Begriff ‚Stadtbild‘ ist nicht mehr zeitgemäß“

Amrita Cheema ist eine international renommierte Journalistin und News Anchor. Als Rhodes-Stipendiatin promovierte sie an der Universität Oxford. Nach einer langen und erfolgreichen Karriere bei der Deutschen Welle in Deutschland, während der sie auch hochrangige Podien beim World Economic Forum moderierte, wurde Amrita Cheema als erste Büroleiterin der DW in Delhi berufen und baute dort die Indien-Redaktion auf.

West Bengal: Why the political landscape changed

The 2026 West Bengal Assembly election represents one of the most significant political shifts in eastern India in recent decades. For observers outside India, the result may appear surprising. West Bengal has long been regarded as a politically distinct state with a strong regional identity, a long Left political tradition, and comparatively resilient secular politics. Yet the election revealed how profoundly the political atmosphere has changed.

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