StartLeben & Kultur

Leben & Kultur

ALLE ARTIKEL AUS DIESER RUBRIK:

Spanien gewinnt, Indien trauert um Messi

Spanien war die bessere Mannschaft und Argentinien verlor verdient. Doch in Indien entscheidet Fußball nicht nur nach Ergebnissen. Dort bleibt Messi der Held, Argentinien das Symbol für Leidenschaft und Hingabe – eine faszinierende Fußballliebe, die selbst Niederlagen überlebt. Ein Kommentar.

„Freedom exists within a framework of absolute control“

Violin maestro Dr. L. Subramaniam spoke with Herbert Lang for theinder.net about the spiritual depth of Carnatic music, his vision of Global Music, and why deep listening matters more than ever.

„Aakhri Sawal“: Dialogversuch oder RSS-Apologie?

„Aakhri Sawal“ präsentiert sich als Einladung zum Dialog über die RSS und ihre umstrittene Rolle in der indischen Geschichte. Doch gelingt dem Film tatsächlich eine ausgewogene Auseinandersetzung – oder bestätigt er am Ende vor allem die Sichtweise seiner Protagonisten?

20 Jahre Literaturforum Indien

Anlässlich seines 20-jährigen Bestehens veranstaltet das Literaturforum Indien e.V. gemeinsam mit dem Seminar für Indologie und Tibetologie sowie dem Centre for Modern Indian Studies (CeMIS) der Universität Göttingen am 5. Juni 2026 eine Sondertagung unter dem Titel „Südasien im Spiegel seiner Literaturen“.

Der Kaiser und der Asket: Wie Mogulkaiser Jahangir versuchte, Vedanta und Islam zu verschmelzen

Abseits moderner Klischees und politischer Debatten: Ein faszinierender Blick auf die Epoche der Moguln und den erstaunlich tiefgründigen, interreligiösen Austausch im alten Indien.

Assi – Wut, die keine Erlösung kennt

Ein intensives, unbequemes Gerichtsdrama über sexuelle Gewalt und gesellschaftliches Versagen. Anubhav Sinha zwingt zur Auseinandersetzung – roh, direkt und ohne Trost. Assi (2026) ist kein leichter Film, aber ein notwendiger.

Keine Königin, sondern Möglichkeit: Asha Bhosle

Asha Bhosle ist am 12. April 2026 in Mumbai im Alter von 92 Jahren gestorben. "Königin des Bollywood-Playbackgesangs" – so hat es der Der Spiegel formuliert. Es ist eine jener schnellen Zuschreibungen, die Orientierung versprechen und doch am Wesentlichen vorbeigehen. Denn Bhosle war nie bloß eine Stimme für andere. Sie war eine, die Musik veränderte, indem sie sich ihr entzog.

Regina Rays „Das Mottenprinzip“: Eine Ethnologie der Sehnsucht

Das Glühen im Dunkel des Subkontinents: Regina Rays ethnologisches Roadmovie über eine fatale Dreiecksbeziehung in Indien ist ein moderner Klassiker der psychologischen Spannung. Der bereits früher erschienene Roman, der die Zerrissenheit zwischen Tradition und Rebellion meisterhaft ausleuchtet, ist ab sofort auch als E-Book verfügbar.

Erster indischstämmiger Weihbischof in Mainz geweiht

Am 15. März 2026 wurde im Mainzer Dom mit der Weihe von Pater Joshy George Pottackal Kirchengeschichte geschrieben. Der 48-jährige gebürtige Inder ist der erste Geistliche mit außereuropäischen Wurzeln, der in der Geschichte der katholischen Kirche in Deutschland das Amt eines Weihbischofs bekleidet.

Book review: „Baijayanti Roy – The Nazi Study of India and Anti-Colonialism“

Baijayanti Roy's "The Nazi Study of India and Indian Anti-Colonialism" is not only a book about National Socialism. It is also a careful study of how academic knowledge can be drawn into systems of political power. Rather than focusing on ideology alone, Roy asks how expertise becomes useful, desirable, and even rewarded under an authoritarian regime.

Schweizer Produktion „Triloka“: Malayalam-Film kommt nun auch nach Deutschland

Die indische Diaspora in Europa steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Während die erste Generation oft mit dem Fokus auf wirtschaftliche Sicherheit einwanderte, sucht die heute hier geborene und aufgewachsene "zweite Generation" nach ihrer eigenen Identität und Authentizität. Genau in diesen spannungsgeladenen Zwischenraum taucht der neue Schweizer Spielfilm "Triloka" (Malayalam für "Drei Welten") ein. theinder.net freut sich, dieses besondere Kinoprojekt als Medienpartner in Deutschland zu unterstützen.

Sari – endlos schön, zwischen Ursprünglichkeit und Verfeinerung

Während sich westlich und auch etwas weiter östlich von Indien, die ehemals traditionelle Kleiderordnung schon lange verändert hat und die indischen Männer sich fast völlig westlichen Vorbildern angepasst haben, sind die Inderinnen dem Sari treu geblieben. Jenem Kleidungsstück, das es möglich macht, ein Straßen- oder Landschaftsbild mit einer oder mehreren Frauen – auch wenn man sonst noch nichts über dessen Koordinaten auf der Erde weiß – gleich dem asiatischen Subkontinent zuzuordnen: Indien, Bangladesh, Sri Lanka. Ein Essay von Regina Ray.

Im Bann der Straßenrand-Ästhetik

Es gibt keinen Bürgersteig. Am Rand der stark befahrenen Straße im Stadtteil Banjara Hills laufe ich an einer Mauer entlang und schlängele mich langsam...

Das System Bhakti Marga

Ein Ashram im Taunus als Zentrum eines weltweiten Netzwerks: Bhakti Marga verspricht spirituelle Transformation, steht aber massiv in der Kritik. Zwischen Berichten über Machtmissbrauch und juristischen Auseinandersetzungen beleuchten wir die Hintergründe einer Gemeinschaft, deren Strukturen Fragen nach der Grenze zwischen religiöser Freiheit und persönlicher Integrität aufwerfen.

Die Ruhestätte in der Trubelstadt

Abseits des Trubels um das Charminar stößt Autor Rainer Thielmann auf einen stillen, fast übersehenen Ort von großer Schönheit. Die Paigah Tombs werden zur Gegenwelt der Metropole – und zu einer Einladung, das Tempo zu drosseln.

„Das Gen“ von Siddharta Mukherjee

Mit Das Gen widmete sich Siddharta Mukherjee dem "Mastercode des Lebens" – und verknüpft die Geschichte der Genetik eng mit seiner eigenen Familienbiografie.

Liegt der Schlüssel zu Christus bei Krishna?

Der folgende Essay liest die biblische Überlieferung mithilfe indischer Weltkonzepte und macht dabei Muster sichtbar, die darauf hindeuten, dass die Kernmotive von Religionen, Weltanschauungen und Ideologien auf grundlegende psychologische und neurobiologische Strukturen unmittelbarer menschlicher Erfahrung zurückgehen.

„Der Duft des Göttlichen“ – Indien aus der Nähe gedacht

Martin Kämpchen, über fünfzig Jahre in Indien lebend, vermittelt in "Der Duft des Göttlichen" tiefe Einblicke in Indiens Alltag, Kultur und Spiritualität – meisterhaft geschrieben aus erfahrener Nähe, nicht aus distanzierter Beobachtung.

„Dhurandhar“: eine patriotische Dauerfeuerübung

"Dhurandhar" ist kein Film für Unentschlossene. Er kennt nur eine Richtung: vorwärts. Laut. Unerbittlich. Dreieinhalb Stunden lang. Aditya Dhar, der nach Uri endgültig zum Hausregisseur des patriotischen Muskelkinos aufgestiegen ist, liefert hier keinen Thriller, sondern eine Kampfansage – ästhetisch geschniegelt, ideologisch verkrampft.

Messi, Kolkata und ein politisches Eigentor

Was als glanzvoller Höhepunkt von Lionel Messis „G.O.A.T. India Tour 2025“ geplant war, endete in Kolkata in einem Fiasko mit nationaler Tragweite. Der größte Fußballer seiner Generation verließ das Stadion nach kaum zehn Minuten, frustrierte Fans randalierten, Eigentum wurde beschädigt, der private Veranstalter Satadru Dutta verhaftet.

Nimmer vermisst: Akshaye Khanna

Akshaye Khannas erneuter Aufstieg wirkt wie eine späte Ironie der Filmgeschichte. Ein Schauspieler, den Bollywood einst in die zweite Reihe drängte, dominiert plötzlich das Jahr 2025.

„The Namesake“: Zwischen zwei Welten

Mira Nairs Spielfilm The Namesake (2006) erzählt mit großer Zurückhaltung und emotionaler Präzision die Geschichte einer bengalischen Familie, die zwischen zwei Kulturen aufwächst – und an diesem Dazwischen zugleich leidet und wächst. Die indische Regisseurin, selbst seit vielen Jahren in den USA lebend, verfilmt Jhumpa Lahiris Roman über Migration, Identität und familiäre Bindung als leise, beobachtende Chronik über drei Jahrzehnte hinweg.

Meistgelesen