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Do, 22. Februar, 2024
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Rotterdam im Desi Fieber

(bc) Mit dem „Calypso Cantina“ in Rotterdam hatte sich die Dutch-Indian Youth Association, kurz DIYA, kaum ein schöneres Plätzchen zum Feiern aussuchen können. Am 12. April 2003 präsentierte die holländisch-indische Jugendgruppe mit „Desi Fever“ ihre erste indische Party überhaupt und reagierte damit auf das allgemeine Verlangen der jungen indischen Gemeinschaft in den Niederlanden. Zuvor hatte man lediglich mit Kultur- und Sportveranstaltungen auf sich aufmerksam gemacht und sich damit etabliert. Eine Partyveranstaltung war für DIYA eine neue Dimension, von der man noch nicht so recht wusste, was sie einem bieten würde. Und so feierten rund 300 Besucherinnen und Besucher, die durch den surinamesisch-indischen und indischen Teil repräsentiert wurden. Für ein Erstlingswerk also ganz ordentlich. Um im Vorfeld eine gesteigerte Medienpräsenz zu erreichen, warben die Veranstalter mit Flugzetteln, Plakaten, Rundfunk und Internet.

Als besonderes Glanzlicht wurde dem feierfreudigen Publikum ein Gesangswettbewerb geboten, der mit attraktiven Preisen aufwartete, als da wären eine kostenlose Mitgliedschaft bei DIYA sowie zahlreiche Party- und Bowling-Freikarten. Auch aus Deutschland wurde Besuch vermeldet, denn theInder.net-Leser machten von der Freikartenverlosung und Rabatten Gebrauch.

Musikalisch betrachtet wurde nicht gegeizt. Mit DJ Don und DJ VJ wurden Hollands Top-DJ’s verpflichtet, die als Resident-DJ’s der „Desi Akhiyan“-Reihe bekannt wurden. Um auch junge DJ-Talente zu fördern, ließ man zudem DJ Hugo-G und DJ Noname auflegen. Unterstützung aus Deutschland erfuhr man durch die beiden Resident-DJ’s der „Club Deewane“-Reihe aus Berlin und NRW, nämlich Sa-One und Vijesh. Das abwechslungsreiche Programm bot Standards wie Bhangra, Bollywood und Desi Remixes, aber auch Hiphop, RnB, Soul sowie Nu Asian Sounds.

Im Gegensatz zu den Problemen auf Deutschlands indischen Parties verlief die „Desi Fever“ recht ruhig und ohne Schlägereien. Zwar kann man die verhältnismäßig überschaubare Besucherzahl als Grund nennen, doch mag dies eher mit der Grundhaltung des Publikums zusammenhängen. Holland ist im Desi Fieber, keine Frage – und das nächste Mal werden sicherlich vermehrt Besucher aus Deutschland in das Land der Windmühlen und des Käses pilgern.

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