theinder.net – Seit 20 Jahren das Indien-Portal für Deutschland – For 20 Years Germany's Premier NRI Portal – २० वर्षों से जर्मनी का प्रमुख भारत संबंधी वेबसाइट

Di, 20. Oktober, 2020
Start Unterhaltung Filmkritik: "Fiza"

Filmkritik: “Fiza”

(von Assma Zafar)

Eckdaten

Regie: Khalid Mohamed
Besetzung: Karisma Kapoor, Hrithik, Roshan, Jaya Bachan, Neha, Isha Koppikar, Bikram Saluja, Manoj Bajpai
Produzent: Pradeep Guha
Musik: Anu Malik, A. R. Rahman, Ranjit Barot
Musik-Texte: Sameer, Gulzar, Shaukat Alim Tejpal Kaur
Tanz-Choreographie: Farah Khan, Saroj Khan, Ganesh Hegde

Inhalt 
Eine wirklich glückliche Familie, die aber leider ein Gewaltattentat in Bombay um 1993 mitbekommt und dadurch erst mal mehr als nur niedergeschlagen ist.
Dieser Film zeigt die Liebe zwischen einer Schwester “Fiza” (gespielt von Karisma Kapoor) und ihrem Bruder “Amaan” (gespielt von Hritik Roshan).
Mehr aber noch wird der Weg von Fiza, der sie durch ihre Suche zu Amaan bringt beschrieben. 
Der Film ist mehr als nur ein “normaler” Bollywood-Streifen, jedes Handeln, jedes Geschehen, jede Tat und jedes Lied sind perfekt und zu den richtigen Momenten eingefügt. Eine wunderbare Harmonie und dennoch Spannung, wundervoll vereint in einem einzigartigen Film. 
In 1993 erleben Fiza, ihr Bruder Amaan und ihre Mutter (gespielt von Jaya Bachan) ein Gewaltattentat vor ihrem Haus. Amaans bester Freund wird ermordet, weil ein paar Männer mit seinem Glauben nicht einverstanden sind.
Amaan erlebt jede Sekunde des Todes mit, da die Mörder direkt vor seinen Augen seinen besten Freund umlegen, und er kann ihm nicht helfen zu überleben.
Amaan bleibt nur eine Chance, nämlich selbst zum Messer zu greifen. Er weiß, dass Diskussionen nichts bringen und darum ist er gezwungen den Tatsachen ins Auge zu sehen und um für sein Recht zu kämpfen. 
Schließlich verschwindet Amaan nach dem Tod seines Freundes für sechs Jahre und schließt sich einer moslemischen Terroristengruppe an, die von Manoj Bajpai angeführt wird.
Nachdem Fiza nun nach diesen sechs Jahren ihren Abschluss erreicht, beginnt sie nach ihrem Bruder zu suchen, der ihre Mutter und sie im Stich gelassen hat.
Schließlich findet Fiza den Bruder und sorgt dafür, dass er wieder mit nach Bombay kommt, dort, wo seine Mutter ihn endlich in die Arme schließen kann.
Zögernd willigt Amaan ein und kehrt zurück. 
Nun fangen aber die Probleme richtig erst an, Amaan merkt, dass er ohne seine Terroristengruppe nicht mehr klarkommt, er weiß, dass die Realität nicht so ist, wie sie Fiza und seine Mutter sehen. 
Amaan schließt sich der Terroristengruppe wieder an und seine Mutter, die inzwischen auch von seinen vorher begangenen Morden erfahren hat, begeht Selbstmord.
Amaan wird nun gezwungen zwei Politiker zu erschießen, jedoch bemerkt er später erst, dass die Terroristengruppe ihn danach erschießen will, weil er nun seinen Zweck erfüllt hat und nicht mehr notwendig für die Gruppe ist.
Fiza erfährt davon und findet ihren Bruder, der gerade flieht, weil er die Politiker umgelegt hat.
Fiza und auch Amaan wissen, dass Amaan von der Polizei gesucht wird, und wegen seinen begangenen Morden die Todesstrafe erhalten wird. Er wird also in jedem Fall einen qualvollen Tod sterben müssen, aber weil er nicht in die Hände der Justiz fallen will, bittet er Fiza ihn zu erschießen, damit er von seinen Qualen erlöst wird.
Unter Tränen willigt seine Schwester ein und bringt das einzige, noch lebende Familienmitglied um. 

Fazit 

“Fiza” ist ein Film, den es bisher in Bollywood in dieser Weise nicht gegeben hat, man kann ihn zwar mit “Dil se…” (Shahrukh Khan und Manisha Koirala) vergleichen, aber dennoch gibt es zu große Unterschiede zwischen den beiden.
Falls jemand die Chance hat diesen Film zu sehen, so sollte man wirklich nicht lange zögern. Bei Bollywood weiß man nie, wann solch ein Streifen wieder zu sehen ist und “Fiza” ist wirklich ein Film, bei dem man keineswegs lachend raus geht, sondern nachdenklich und getroffen und vielleicht sogar mit Tränen in den Augen (bei mir war das aber nicht so).
Alle Schauspieler haben wirklich ihr Bestes gegeben und das wird wirklich mehr als nur deutlich.
Die Lieder sind ebenfalls sehr gut und tauchen nicht in einer “Massenproduktion” auf.
Ich kann wirklich nur jedem/r weiter empfehlen sich das ganze anzuschauen, man vergisst so einen Film echt nicht, er ist wirklich voll von Emotionen und Gefühlen, also auf jeden Fall ein Muss für jeden!
Bewertung: Note 1 bis 2

Beliebte Artikel

Vorwort zum 20. Jubiläum

Liebe Leserinnen und Leser, theinder.net wird 20! Wir blicken auf eine ereignisreiche Zeit zurück, vor allem in den ersten...

Urmila Goel: “Dass das Indernet so alt geworden ist und diverse Krisen überlebt hat, ist etwas Besonderes”

Urmila Goel, geb. 1970, lehrt und forscht an der Humboldt-Universität zu Berlin in den Bereichen Europäische...

Aba Koikkara: “Soul of India – Eine Epoche der Malayalee-Jugend mitgestaltet”

Joyce Nagathil, Bindu Kolath und Aba Koikkara fanden sich Mitte der Neunziger Jahre zusammen, um...

sabuproductions: “Es war toll die Massen zu bewegen”

DJ Sabu (sabuproductions) gehörte ab Mitte der Neunziger Jahre bis Anfang des neuen Jahrtausends nicht...

Zuletzt Kommentiert

WP Twitter Auto Publish Powered By : XYZScripts.com