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Sa, 31. Oktober, 2020
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BharatBenz – deutsche Ingenieurskunst "Made in India"

Foto: (c) Daimler Media Global
(tg) Neu Delhi. Mercedes-Benz ist für den indischen Subkontinent kein Fremdbegriff. Man verbindet damit spontan Luxus, Qualität und Deutschland. Dass der Daimler-Konzern nicht nur Pkw’s herstellt, ist für einige Besitzer der noblen Automarke noch neu. Seit einigen Jahren nun konzentriert sich die Nutzfahrzeugsparte des Grosskonzerns für einen Markteintritt in Indien.

Es wurde geplant, Strategien wurden entwickelt und festgelegt, es wurde gebaut und Anfang 2012 war es nun soweit. Bei einer Vorpremiere vor ausgewählten Journalisten wurde der erste Lkw der Marke “BharatBenz” präsentiert – ganz “Made in India”.

Die indische Daimler Nutzfahrzeug-Tochter “Daimler India Commercial Vehicles” (DICV) wird im erbauten Werk in Oragadam bei Chennai (Tamil Nadu) mittelschwere und schwere Lkw produzieren. Den Weg zum Erfolg erhofft sich der Daimler-Vorstand aus den bereits existierenden Plattformen. Indische Spezialisten entwickeln und produzieren für den lokalen Markt und somit ist eine erfolgreiche Performance in Richtung Marktwachstum und Markterschliessung für Nutzfahrzeuge sicher.

Die offizielle Vorstellung der gesamten Produktpalette von BharatBenz wird am 2. März 2012 sein. Der indische Lkw wird in verschiedenen Gewichtsklassen zwischen 6 bis 49 Tonnen produziert. Die schweren Lkw’s basieren auf der Plattform des Mercedes-Benz Axor, die mittelschweren und leichten Lkws auf den Fuso Canter und Fighter Baureihen. Marc Llistosella, der Geschäftsführer und CEO von DICV zeigte sich bei der Vorpremiere in Neu-Delhi zuversichtlich: “Unsere Trucks stehen von Anfang an für höchste Zuverlässigkeit, denn wir haben mit unseren Fahrzeugen rund 4 Millionen Testkilometer auf unserer hauseigenen Teststrecke in Oragadam zurückgelegt und sie unter härtesten Einsatzbedingungen geprüft.”

Das Werk in Tamil Nadu erstreckt sich auf einer Fläche von 160 Hektar und die Produktionsprobeläufe von Motoren und Getriebe laufen bereits. Ziel ist es im ersten Jahr rund 36.000 Einheiten zu produzieren und diese jährlich auf 70.000 Einheiten zu steigern. Rund 700 Millionen Euro wurden für das Werk investiert – ein grosses Vorhaben, das der Konzern sich auf die Fahne geschrieben hat. Aber mit den Startbedingungen, der guten Vernetzung mit über 450 Zulieferern und einem Lokalisierungsgrad von 85 Prozent ist man zuversichtlich. Der Vorstandsvorsitzende von Daimler Dr. Dieter Zetsche ist überzeugt von dem Vorhaben sowie vom Markt und wird sich Mitte Februar vor Ort  selbst ein Bild machen.

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