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Mi, 25. November, 2020
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Puja Komitee zeigt Durga als Wanderarbeiterin – Tribut an die Vergessenen der Pandemie

Die Anti-Corona Maßnahmen treffen in Indien die Armen besonders hart. Als der Lockdown ausgerufen wurde, verloren Millionen Wanderarbeiter*innen, die normalerweise das Leben in den Metropolen Indiens am Laufen halten, ihren Lebensunterhalt.

Während die Modi-Regierung so tat, als sei Indien ein Land, das sich in Sachen nationalstaatlicher Funktionsfähigkeit und Bürgersinn in einer Liga mit Europa, den USA und China befindet, und Reden hielt, als bestünde Indien nur aus lauter Gurgaons, Cyber Citys und IT-Campussen, zogen Ströme von Wanderarbeiter*innen tausende Kilometer durch das Land, um irgendwie in ihre Heimatdörfer zu gelangen.

Einen interessanten Artikel zum Schicksal der Wanderarbeiter und ihre durch die Regierung forcierte unfreiwillige Rolle bei der Verbreitung von Corona, gibt es bei “Der Freitag”: “Sie werden sterben”

Quelle: Pallab Bhaumik

In den sozialen Medien machte in dem Zusammenhang jetzt ein beeindruckendes Bild die Runde: Der Künstler Pallab Bhaumik hat aus Anlass des derzeit stattfindenen Durga Pujas für das Barisha Club Durga Puja Komitee in Kalkutta eine Statue erschaffen, die die Göttin als Wanderarbeiterin darstellt. Eine Anerkennung für die Entbehrungen aber auch Respekt für die Kraft, die Millionen Inder*innen aufgebracht haben.

Dies wiederum stößt nicht nur auf Bewunderung und Zuspruch, sondern beschäftigt besonders einige National-autoritäre und Konservative, die sich um ihre Auslegung eines uniformen Hinduismus sorgen. Dazu ein Kommentar bei “The Print”: Stop outraging over ‘migrant’ Durga idol. Hinduism in Bengal doesn’t need rescuing

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