Der Held… „Nayak“

Nayak behandelt ein sehr politisches Thema, und verändert in diesem Fall sogar das Leben von Shivaji Rao, ein sehr guter Reporter und Journalist, der von Anil Kapoor gespielt wird. Als fleißiger Medienmann ist Rao immer unterwegs und recherchiert so gut er kann. Weil sein Engagement belohnt werden soll, erhält Rao die Möglichkeit den CM (Chief Minister) Balraj Chauhan persönlich und live zu interviewen, den Amrish Puri spielt. Dieser Tag soll Rao`s Leben verändern…

Durch Zufall erfährt Rao, dass der vom Volk verehrte CM Chauhan einer der korruptesten Politiker ist, der dem Land eher Schaden als Wohlwollen zufügen will. Rao ist absolut schockiert über diese Tatsache und will sich mit der Wahrheit nicht zufrieden geben. Sein Fleiß und seine Kompetenz ermöglichen ihm jedoch ein Live-Interview mit Indiens mächtigstem Mann, nämlich Chauhan, zu führen. Dieser ist natürlich ebenfalls angetan von solch einem Angebot, weil er sich noch mehr Popularität und positive Eindrücke der Zuschauer durch diese Live-Übertragung erhofft und damit automatisch die Sympathien auf sich lenken würde. Der CM ist sich sicher, dass das Interview sehr beliebt sein wird, da er sich gut vorbereitet hat und sich seinem Erfolg in Indien und in dessen Politik sicher ist.

Rao und Chauhan werden schließlich miteinander bekannt gemacht und das Interview beginnt, es kommt aber ganz anders, als es sich Chauhan vorgestellt hat… Rao weiß über alle Korruptionen des CM bescheid und stellt Fragen, denen Chauhan kaum ausweichen kann. Das Interview wird für Chauhan immer gefährlicher. Doch schließlich macht er Rao ein absolut unerwartetes Angebot: Rao soll selbst erfahren, wie anspruchsvoll und schwer der Job eines CM ist, und für einen ganzen Tag lang den Platz von Chauhan übernehmen. Rao willigt nach einigen zögerlichen Minuten ein, doch schnell wird ihm bewusst, dass dies vielleicht der größte Fehler seines Lebens war, denn es kommen Situationen auf ihn zu, die er sich nie gedacht hätte. Viele andere Menschen müssen nun mit Rao fürchten, v.a. Manjari (Rani Mukherjee), die Rao`s Liebe ist, und daher fürchtet ihn zu verlieren. Und ob Rao diese 24 h Arbeit gut meistert, ist wiederum fraglich, denn es kommt bekanntlich alles anders, als man denkt…

Nayak ist ein absolut unglaubwürdiger Film, die Story ist mehr als nur utopisch. Das beste am Film sind die schauspielerischen Leistungen, die von Anil Kapoor und Amrish Puri auch zu erwarten gewesen sind, aber beide haben sich eindeutig für den falschen Film entschieden. Ihre Rollen spielen sie sehr gut, doch die lächerliche Story ist der ausschlaggebende Faktor für die schlechten Filmquoten. Was Rani Mukherjee und Sushmita Sen betrifft, sind das Talente, die für Unnötiges eingesetzt wurden. Rani und Sushmita haben wie immer gut ausgesehen, aber wirkten eher als Accessoires an Anil Kapoor`s Seite, was sicher nicht Sinn der Sache sein sollte. Paresh Rawal hat für einige lustige Momente gesorgt und damit eine tolle Performance geliefert.

Die Musik, die A.R. Rahman diesmal geliefert hat, hätte auch etwas besser sein können. War jedenfalls nicht der Renner, wie wir es sonst von ihm gewohnt sind. Aber bei einem unrealen Film wird die Musik ebenfalls nicht sehr beachtet.

Alles in allem zeigt dieser Film sehr gut die politische Situation Indiens, aber alles, was nach der zweiten Hälfte des Films kommt, ist lächerlich. Bollywood hat sich hier etwas hängen lassen, aber alles wird bekanntlich gut!

Filmexpertin Assma Khan sagt: „Dieser Film erhält von mir eine Note 3-„

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